Die Mitglieder des AI4HomeCare-Konsortiums werden an einer politischen Sitzung im Rahmen der bevorstehenden 18. AAATE-Konferenz „Technologie für Inklusion und Teilhabe für alle: Jüngste Erfolge und zukünftige Ausrichtungen” vom 10. bis 12. September 2025 in Nikosia teilnehmen.

Die Sitzung mit dem Titel „Empowering care and support networks in the digital era” (Stärkung von Pflege- und Unterstützungsnetzwerken im digitalen Zeitalter) zum Thema Langzeitpflege wird sich auf die Rolle der digitalen Technologie, die Entwicklung von Kompetenzen und Investitionen in die häusliche Pflege konzentrieren. Während der Veranstaltung wird das Konsortium Einblicke aus dem AI4HomeCare-Projekt geben.

In Europa wird die Langzeitpflege und -betreuung von Menschen, die darauf angewiesen sind, häufig durch Pflegeökosysteme aus formellen und informellen Pflegekräften gewährleistet. Um eine effektive, effiziente, bezahlbare und qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung zu gewährleisten oder aufrechtzuerhalten, setzen Politiker und Entscheidungsträger auf allen Ebenen auf die Rolle personenbezogener digitaler Technologien in der häuslichen Pflege. Die Einführung von Technologie in der Langzeitpflege und -betreuung hängt jedoch von vielen kritischen Faktoren ab, die beachtet werden müssen, wie z. B. die (digitalen) Kompetenzen der formellen und informellen Pflegekräfte, der Auswahlprozess, der zur Wahl der am besten geeigneten Lösungen führt, die Verfügbarkeit oder Nichtverfügbarkeit von Unterstützung für bestimmte Nutzer und Nutzergruppen, die Anerkennung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen ihnen, die Erwartungen, Motivationen und Befürchtungen der Interessengruppen (z. B. Datenschutz, Entmenschlichung, Sicherheit künstlicher Intelligenz). Europäische, nationale und lokale Regierungen könnten und sollten wahrscheinlich mehr tun, um die Einführung von Technologie in Pflege- und Unterstützungsnetzwerken zu erleichtern, um die oben genannten hochgesteckten Ziele zu erreichen.

In der Sitzung werden wir die Notwendigkeit von Investitionen in die Kompetenzentwicklung von formellen Pflegekräften (z. B. Fachkräften) und informellen Pflegekräften diskutieren. Ausgehend von europäischen Initiativen wie der Agenda für digitale Kompetenzen, dem Pakt für Kompetenzen, der Sektorallianz für Kompetenzen und europäischen Projekten wie Care4skills und AI4HomeCare werden wir diskutieren, was nationale, regionale und lokale Behörden sowie Dienstleister tun könnten, um besser auf den Informations-, Schulungs- und Organisationsbedarf der Interessengruppen einzugehen und so die Einführung digitaler Lösungen in Pflege- und Unterstützungsdiensten sowie in der häuslichen Pflege zu erleichtern.

Das Programm der Sitzung umfasst:

  • Begrüßung und Einführung: Evert-Jan Hoogerwerf (AAATE)
  • Stärkung von Pflege- und Unterstützungsökosystemen in der Langzeitpflege durch Wissens- und Kompetenzentwicklung. Eine europäische Perspektive: Alessia Sebillo (EASPD)
  • Technologiegestützte Innovation in Pflege- und Unterstützungsdiensten: Riccardo Magni (Pragma Engineering)
  • Schulungsbedarf von Fachkräften in der Langzeitpflege: Ergebnisse des Care4Skills-Projekts: Melanie Schaur (JKU)
  • Informations- und Schulungsbedarf informeller Pflegekräfte: Ergebnisse des AI4HomeCare-Projekts: Nikoletta Geronikola (Alzheimer Athens) und Aldona Okraszewska (Fundacja Małopolska Izba Samorządowa)
  • Podiumsdiskussion unter der Leitung von Evert-Jan Hoogerwerf (AAATE)

Weitere Informationen zur AAATE-Konferenz:
https://www.conftool.org/aaate2025/sessions.php